Thilo Hagendorff

Thilo Hagendorff, 2007 bis 2009 Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Konstanz, 2010 bis 2011 Studium der Literatur- und Kulturtheorie an der Universität Tübingen. Master of Arts mit einer Arbeit über »Entfremdung und Kunst - Ästhetische Wege aus sozialen Pathologien«. Seit 2011 Promotion mit dem Thema »Sozialkritik und soziale Steuerung«.
Fachliche Schwerpunkte: Systemtheorie, Kybernetik, Sozialphilosophie, Sprachphilosophie, Kulturtheorie, Poststrukturalismus, Ästhetische Theorie.

E-Mail:
thihag@web.de

Sprachlicher Idealismus und das Problem der Sprache-Welt-Referenzrelationen

Zusammenfassung

Abstract:

Während die idealistische Philosophie das Anliegen hat, den Geist aus sich selbst heraus zu erklären, verfolgt die Position, die ich als »sprachlichen Idealismus« bezeichnen möchte, das Ziel, die Sprache in einem strengen Sinne aus sich selbst heraus zu verstehen. Dabei lässt sie sich von dem sinnkritischen Grundsatz leiten, dass Reflexionen über die Funktionsweise der Sprache nicht aus dieser heraustreten können. Dieser antirealistische, sprachimmanente Ansatz gerät jedoch in Schwierigkeiten, wenn es darum geht, offensichtliche Referenzbeziehungen zwischen Sprache und Welt explizit zu machen. Ziel dieses Aufsatzes ist es, zu prüfen, mit welchen Mitteln ein strikt antirealistischer Ansatz referenztheoretischen Grundannahmen begegnen kann und welche methodischen Konsequenzen sich aus der kritischen Abgleichung beider Positionen ergeben.

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